Der Schwellerstein
Mitten im Schönbuch, unterhalb der Fuchsklinge im Schaichtal, steht einsam und verlassen der Schwellerstein. Der Stein ist an einem ungewöhnlichen Ort, genauso ungewöhnlich wie der Tod von Carl Schweller. Er war Unterförster im Walddorfer Schönbuch und wurde zum Mörder - aus Eifersucht oder aus Zurückweisung durch seine Geliebte?
Am 21. August 1814 ereignete sich Folgendes: Catharina Heim, die hübsche 19-jährige Tochter des Ochsenwirts, saß gerade in der Stube des Bauern H. J. Schäfern, als Carl Schweller mit einem Gewehr in der Hand hereinstürmte. Er scheuchte alle Leute aus dem Zimmer, nur Catharina blieb zurück. Dann richtete er seine Flinte auf die junge Frau und erschoss sie. Nach der grausamen Tat schoss er sich selbst eine Kugel durch den Kopf. Heute erinnert der Stein, an die fast vergessene Verzweiflungstat des unglücklichen Selbstmörders.
Was war das Motiv? Catharina Heim hatte Monate vorher ein Kind von Schweller bekommen. Die kleine Marie Catharina wurde allerdings nur neun Tage alt. Danach geriet die Beziehung in eine Krise.
Eine andere Geschichte, die man sich erzählt ist die, dass Carl Schweller Catharina einen Heiratsantrag gemacht habe. Mit Rücksicht auf ihre Eltern habe sie diesen jedoch abgelehnt, weil Carl nicht standesgemäß gewesen sei. Daraufhin habe er sie erschossen.
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